Beim Lueg-Ruhr-Cup der SG Wattenscheid 09 musste unsere Mannschaft gegen die Traditionsvereine VfL Bochum, Wattenscheid 09, MSV Duisburg, Rot-Weiß Ahlen, VfL Osnabrück, Preußen Münster und Wuppertaler SV antreten. Bei kaltem Wetter gewann man immerhin gegen den Veranstalter und späteren Turnierzweiten Wattenscheid, spielte man zweimal Unentschieden und verlor ansonsten jeweils lediglich mit 1:0, und dies einige Male auch nur unglücklich. Der Klassenunterschied zwischen unserer Mannschaft und den Nachwuchsmannschaften der in den höheren Fußballligen vertretenen Vereine war also nicht sonderlich groß. Nach hinten wurde gut verteidigt. Leider wurden vorne nicht mehr Tore geschossen, was jedoch in 12 Minuten auch nicht ganz leicht ist. Zudem sind auch in den Spielen der anderen Mannschaften, die sehr oft 0:0 oder 1:0 endeten, ebenfalls kaum Tore geschossen worden. Auch dies spricht für die nahezu Gleichwertigkeit aller auf dem Turnier vertretenen Mannschaften, einschließlich unserer Mannschaft. Nach allem war das Turnier der Traditionsvereine ein guter Gradmesser für uns.
Nach der fast abgeschlossenen Hinrunde in der Meisterschaft und einigen Testspielen durfte unsere Mannschaft Anfang Februar endlich auch mal in der –wärmeren- Halle Fußball spielen. Ohne vorheriges Hallentraining wurden dann in der Sporthalle des Sportparks-Nord erfreulicherweise alle fünf Spiele von uns gewonnen, wonach man dann ohne große Rechnerei Turniersieger war. Die Jungs, die trotz ihrer großen Anzahl alle gleichermaßen zum Einsatz gekommen sind, was für einen Trainer auch nicht immer leicht zu bewerkstelligen ist, konnten sich daher zurecht über den großen Siegerpokal freuen. Jetzt warten alle erst einmal auf wärmeres und trockeneres Wetter, damit der Trainings- und Spielbetrieb wieder regelmäßig stattfinden kann.
aber kein Grund, sich darüber zu ärgern. Denn gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter der Staffel konnte man von vornherein keine Wunder erwarten. Die Friesdorfer sind nun mal gut, schöpfen aus einem großen Kader und sind vor allem fast durch die Bank ein Jahr älter und damit nicht nur robuster, sondern auch erfahrener. Man kann daher auch keine Vergleiche mit früheren Zeiten ziehen, wo unser Bonner SC stets gegen Gleichaltrige gespielt und souverän gewonnen hat. Mit einem 0 : 2 als Ergebnis kann man daher gut leben. Auf Dauer nicht gut sind jedoch die zahlreichen leichten Ballverluste und Fehlpässe teilweise durch Kullerbälle und teilweise ohne zu schauen über immer nur wenige Meter zum Gegner oder zum gedeckten oder sich teilweise nicht richtig anbietenden Mitspieler, was nicht nur keinerlei Räume eröffnet, sondern den Gegner auch immer wieder zu Kontern einlädt. Dadurch war notgedrungen die ganze Mannschaft in der eigenen Spielfeldhälfte mit der Verteidigung beschäftigt, so dass nach vorne so gut wie nichts laufen konnte. Und wenn wir dann ausnahmsweise mal angegriffen haben, war man oft zu verspielt und hat man nicht rechtzeitig abgespielt, hat man wieder nicht den Kopf gehoben und nach dem freien Mitspieler geschaut, hat der Mitspieler nicht den richtigen Laufweg hingelegt oder ist schlichweg kaum einer mehr mit nach vorne gerückt. Lange Bälle in die Spitze fehlten nahezu völlig, aber die Spitze musste eben auch mitverteidigen. Bei soviel Verteidigung viel es auch schwer, das Spiel in die Breite zu ziehen. Gleichwohl muss es zukünftig vermieden werden, in der eigenen Spielfeldhälfte derart häufig in die Mitte zu passen, in die Mitte zu klären oder gar halblange Abschläge in die Mitte zu machen, was natürlich auch voraussetzt, dass sich die Mitspieler entsprechend bewegen und anbieten. Das Gute an Spielen gegen starke Gegener ist somit wieder, dass man daraus lernen kann. Und dies ist vor allem, dass einerseits der ballführende Spieler mehr nach seinen Mitspielern schauen muss, und zwar nicht nur bis zum nächsten Mitspieler, sondern auch mal bis zu den Mitspielern, die weiter entfernt sind. Und andererseits müssen sich die Mitspieler dem ballführenden Spieler auch besser anbieten, und zwar nicht nur duch Entgegenkommen, was das Spiel verlangsamt, sondern auch durch Weglaufen in den freien Raum. Dazu muß man jedoch weitsichtiger schauen und sich bewegen, d.h auf Neudeutsch “antezipieren”. Wenn man dies ein wenig beherzigt, werden die Karten gegen den weiteren Staffelmitfavoriten Fortuna Bonn im nächsten Spiel neu gemischt. Jeder in dieser Staffel ist schlagbar, auch Fortuna Bonn und in der Rückrunde auch Friesdorf. Die Spieler aus anderen Vereinen, die vor der Saison aus mehreren 2000er und 1999er Mannschaften eine gute Mannschaft zusammenbasteln konnten, kennen sich meist schon jahrelang, während sich unsere junge Mannschaft nach wie vor erst noch weiter finden muss. Dies kann nicht in nur drei Monaten geschehen, wird aber wohl zur Rückrunde abgeschlossen sein und dann auch mehr und mehr zum Erfolg führen. Auch dann darf man gegen gute Mannschaften wie Friesdorf verlieren, aber nicht mehr, wie nach dem guten Saisonbeginn, noch mal Punkte wie gegen Meckenheim, Roleber und Lessenich liegen lassen. Jetzt sollte zu Hause aber erstmal Fortuna Bonn geschlagen werden, was keine unlösbare Aufgabe ist. Schließlich haben zuletzt ja auch Borussia Dortmund und sogar Mainz 05 gegen die “unschlagbaren” Bayern gewonnen.
Unsere Mannschaft nahm den Schwung aus dem Testspiel gegen Wuppertal mit und beendete endlich die Serie von vier Spielen ohne selbst geschossene Tore mit einem hochverdienten 2 : 1 Sieg gegen einen Gegner, der immerhin gegen die Staffelfavoriten Fortuna Bonn Unentschieden gespielt und Friesdorf nur 2:0 verloren hat, was dann den Umkehrschluss zulässt, dass wir auch gegen diese Top-Mannschaften durchaus bestehen können. Unser Spiel war kontrolliert und selten hektisch. Vor allem wieder, wenn wir wie in der ersten Halbzeit und zu Beginn der zweiten Halbzeit den Gegner schon früh störten, waren wir dominant und hätten mit einem 3 : 0 schon alles klar machen können. Jedoch ließ man sich dann leider ein wenig zurückfallen, wodurch der Gegner dann noch zu Chancen zum Ausgleich kam, sowie auch zu Eckbällen, bei denen in früheren Spielen oft die Hütte brannte, die aber nun schon besser entschärft wurden. So kam es dann doch noch zu einer nervenaufreibenden Schlussphase. Trotz des dann knappen Sieges bleibt die Erkenntnis, dass die Jungs auch gegen einen älteren Jahrgang Fußball “spielen” können. Und die Jungs kämpfen um jeden Ball. Man hat oft den Eindruck, dass bei Ballbesitz des Gegners immer zwei oder drei unserer Jungs drauf gehen. Auch wurde wieder geschlossen verteidigt und angegriffen. Vor allem dies sowie steile Pässe in die Spitze und das Ziehen des Spiels in die Breite scheinen das Erfolgsrezept gegen ältere und robustere Mannschaften zu sein, welches schon gut umgesetzt wird und von Spiel zu Spiel sicher immer mehr präzsiert wird. Von daher Glückwunsch zu der geschlossenen Mannschaftsleistung. Jetzt dürfen sich die Jungs auch mal über ein spielfreies Wochenende freuen, um dann in zwei Wochen gestärkt den nächsten Sieg einzufahren.
Denn: Zunächst einmal gab es kein gegnerisches Schützenfest wie noch vor Saisonbeginn beim 0 : 8 gegen den ebenfalls Traditionsverein TuS Koblenz. Auch trat die Mannschaft nach dem herbstlichen Trainingscamp nun wesentlich stärker auf, als noch in den letzten beiden Meisterschaftsspielen. So spiegelt denn auch die Niederlage gegen den WSV die Leistung und das Leistungsvermögen unserer Mannschaft nicht richtig wieder. Denn nach noch anfänglicher Bedrängnis unserer Mannschaft durch den Gegner und das unglückliche 0 : 1 im ersten Spieldrittel wurde unsere Mannschaft in jedem weiteren Spieldrittel immer besser, so dass letztlich an sich nur noch unsere Mannschaft spielte. Insbesondere der Wille, der Einsatz und die Ausdauer unserer Jungs muss gelobt werden. Auch haben Abwehr, Mittelfeld und Angriff gemeinsam verteidigt und gemeinsam angegriffen, so dass die Mannschaft sich geschlossen vor und zurück bewegt hat, was es dem Gegner immer schwerer machte, in die Nähe unseres Tores zu kommen. Insbesondere wurde im Unterschied zu den vorherigen Spielen durch das Mittelfeld endlich erfolgreich die wichtige Verbindung zwischen Abwehr und Sturm hergestellt. Dadurch eröffneten sich nach Positionswechseln im Sturm insbesondere im letzten Spieldrittel zahlreiche Torchancen für uns, die das Spiel zumindest unentschieden ausgehen lassen konnten. Jedoch fehlte dann leider stets die Unbekümmertheit, die Schnelligkeit und auch das Glück beim Torabschluss, bei dem oft noch zu lange gefackelt wird. Aber auch dieser Knoten platzt sicher bald, wenn die Jungs so druckvoll weiterspielen und nicht wieder in die Lethargie der letzten beiden Meisterschaftsspiele verfallen. Auch alle zuschauenden Eltern haben die deutlichen Fortschritte unserer Mannschaft bei dem Spiel gegen den WSV mit Freude registriert und immer wieder mit Applaus belohnt. Das Trainingscamp und das Testspiel, bei welchem das Ergebnis auch nebensächlich ist, haben damit Ihren Zweck erfüllt. Dass man gegen einen ehemaligen Bundesligaverein einer Großstadt, der sicherlich ebenfalls gute Jugendarbeit leistet, mithalten kann, zeigt, dass unsere Mannschaft auf dem richtigen Weg ist. Weiter so!
1:0 nach einem Eckball für Roleber hieß es schon bald in der ersten Halbzeit und leider auch noch beim Schlusspfiff des völlig überforderten Schiedsrichters. Zugegebenermaßen war Roleber vor allem zu Spielbeginn wesentlich aggressiver als unsere Jungs, die auch während des gesamten Spiels kaum in die Nähe des gegnerischen Tors kamen. Dennoch hätte das Spiel anders verlaufen können, wenn ein gefühlvoller Heber von Marc über den gegnerischen Torwart von diesem nicht gerade noch mit den Fingerspitzen knapp über die Torlatte gelenkt worden wäre. Auch hatte der BSC gegen Spielende die große Chance wenigstens noch zum Ausgleich durch einen berechtigten Foulelfmeter, nachdem Jeffrey im Strafraum unsanft vom Ball getrennt worden war. Doch leider war Felix, der tags zuvor im Training noch jeden Elfer souverän verwandelt hatte, ob der Vorfreude seiner Kameraden über den erwarteten Ausgleich wohl etwas aufgeregt, weshalb er den Ball, wie auch schon mancher Bundesligaprofi, übers Tor schoss. Bei einem 1:1 hätte der BSC, anders als gegen Meckenheim, sich über einen gewonnen Punkt freuen können, da Roleber über das ganze Spiel betrachtet einfach einen besseren Tag hatte. Zu loben ist aber auch einmal unsere 4-er Abwehrkette mit Kevin, Felix, Paul und Atilla, die hinten sehr gut aufgeräumt und eine höhere Niederlage verhindert haben. Gerade Felix tat sich auch besonders dadurch hervor, dass er öfters auch mal lange Bälle präzise in die Spitze gespielt hat, die dann zu den wenigen Offensivaktionen unserer Mannschaft geführt haben. Jeder Gegner ist nun mal anders und bei jedem Spiel gibt es neue Erkenntnisse zu gewinnen, so dass spätestens in der Rückrunde nicht mehr Punkte so einfach liegen gelassen werden.
D1 erkämpft Punkt beim Bonner SC
Die Jungs der D1 des VFL scheinen in der Sondergruppe angekommen zu sein. Beim Mitfavoriten Bonner SC erkämpften sich die Rosenstädter ein verdientes 0:0 unentschieden. Bis kurz vor der Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld bevor der BSC sich einige Chancen erarbeitete, doch entweder fehlte das Schussglück oder Daniel Hecker parierte glänzend. Nach der Pause erhöhten die Bonner das Tempo doch Daniel Hecker war wie gewohnt ein sicherer Rückhalt. Zwei Minuten vor Spielende hätte der gut leitende Schiedsrichter allerdings auf den ominösen Punkt zugunsten der Rosenstädter zeigen müssen, als Louis Schönberg nach schönem Solo unsanft von den Beinen geholt wurde. Der Pfiff blieb aus und kurz danach war Ende. Die Spieler und Trainer freuten sich diebisch über den nicht zu erwartenden Punktgewinn.
“0:0 verloren” - dieser Satz fasst das Spiel treffend zusammen: Als der gute Schiedsrichter das Spiel abpfiff, jubelten die Meckenheimer während die BSC Kicker mit gesengtem Kopf vom Platz schlichen - zu deutlich war ihre Überlegenheit gewesen. Mit einer guten Defensivarbeit erarbeiteten sich der BSC schnell ein Übergewicht und dominierte das Spiel über weite Strecken. Unsere U12 erspielte sich auch eine Reihe von Chancen, die aber mit Pech oder fahrlässig vergeben wurden. Vielleicht lag es auch an den hochsommerlichen Temperaturen - die Offensivkräfte agierten zeitweise ein wenig zu pomadig, erlaubten sich ungewohnt viele Fehlpässe, ließen am gegnerischen Strafraum den Drang zum Tor vermissen und versäumten es, den entscheidenden letzten Paß zu spielen.
Meckenheim igelte sich in der Abwehr ein und verteidigte verbissen mit Glück und Geschicklichkeit das eigene Tor, war aber auch mit einigen Konter über die schnellen Außenstürmer wiederholt gefährlich.
Fazit: Man kann es auch positiv sehen - die U12 ist weiterhin unegeschlagen, muß sich aber am nächsten Samstag in Roleber deutlich steigern um drei Punkte zu holen.
7:0 siegte unsere halb aus alten und halb aus neuen Spielern bestehende Mannschaft auch im ersten Auswärtsspiel beim SSV Bornheim. Die erste Halbzeit mit 4 Toren war sehr ansehnlich. Nachdem dann nach der Halbzeitpause bei uns erst der Wurm drin war, hat unsere Mannschaft dann zum Ende hin den Druck wieder deutlich erhöht und den Gegner schon im Mittelfeld attackiert, so dass dann fast zwangsläufig noch drei weitere Tore für uns fielen. Bornheim hatte nur eine einzige Torchance zum 1:1 und war ansonsten völlig harmlos, was unseren Torwarten einen ruhigen Nachmittag bescherte. Auf der anderen Seite war Bornheim zum Schluss nur noch mit unseren zahlreichen Eckbällen beschäftigt. Gegenüber dem Spiel gegen Sechtem lief der Ball nun noch besser und schneller, war das Spiel noch breiter gezogen und lief man kaum noch ins Abseits. Die Jungs harmonieren im Spiel, im Training und auch sonst sehr gut miteinander. Auch wenn alle toll gespielt haben, haben insbesondere Julian und “Kopfballungeheuer” David klasse miteinander kombiniert. Jedoch kommt es nicht darauf an, wer letztlich die Tore schießt. Denn bekanntlich beginnt der Angriff in der Verteidigung, so wie die Verteidigung im Angriff beginnt. So haben denn auch gegen Bornheim alle zum Schützenfest beigetragen, von der Seitenlinie aus auch unser verletzter Ali, dem wir gute Besserung wünschen.
Nach den weniger erfolgreichen Testspielen am vorangegangenen Wochenende, insbesondere gegen TuS Koblenz, welche aufgezeigt haben, woran unsere Mannschaft noch hart zu arbeiten hat, was ja auch der Sinn und Zweck von Testspielen ist, wurde nun das erste Meisterschaftsspiel gegen FV Salia Sechtem doch recht souverän mit 3:1 gewonnen. Die Chancenverwertung stimmte diesmal, und am erfreulichsten waren die teilweise sehr schönen Spielzüge, bei denen der Ball gut lief und welche dann häufig nur aufgrund eines knappen Abseits endeten. Ansonsten wäre sicher auch noch das ein oder andere Tor mehr für uns gefallen. Man konnte daher mit dem ersten Meisterschaftsspiel gegen zum Teil ein Jahr ältere und einen Kopf größere Gegner sehr zufrieden sein. Die Jungs sind auf dem richtigen Weg. Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und den Trainer!
